Ein Team will oder soll ein Schutzkonzept erarbeiten – aber wie herangehen, an das Thema Risiko- und Potentialanalyse? Welche Tools und Methoden sind geeignet? Wie sind die Ergebnisse zu bewerten und was folgt aus ihnen?
Diese Frage haben wir uns in einem spannenden Seminar am Montag gemeinsam mit 26 Fachkräften aus der ganzen Bundesrepublik gestellt.
Aber die Geschichte fängt weiter vorn an. Vor ein paar Monaten fragte uns der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe -Frauen gegen Gewalt (bff) an, ob wir ihrer Mitgliedsorganisationen unterstützen können. Diese machen sich auf den Weg Richtung Gewaltschutzkonzept, das ist ein wichtiger Schritt. Aber wir alle wissen leider, die Ressourcen Arbeitszeit und Geld sind in diesem Bereich wesentlich knapper als z.B. die Ressourcen Mut und Engagement.
Der Bundesverband begleitet aus diesem Grund in digitaler Form die Mitglieder in einem Prozess, in dem Input- und Reflexionsphasen sich abwechseln. Ein schlauer Weg!
Wir hatten nun die freudvolle Aufgabe, unser breites Wissen und unsere Erfahrung aus vielen Kontexten neu zu sortieren:
· Was braucht es, wenn in diesem ziemlich diversen Kontext Potential- und Risikoanalysen durchgeführt werden?
· Was müssen Fachkräfte wissen, damit sie die Analyse eigenständig planen, durchführen und auswerten können?
· Wer sollte einbezogen werden, in die Analyse?
· Welche Entscheidungen müssen sie für ihre Organisation treffen und was brauchen sie dafür?
Es war eine spannende Veranstaltung mit einer Menge (hoffentlich gut strukturierten) Wissensvermittlung, aber auch Raum für Austausch, Fragen und Diskussion. Nun geht es in den Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen an die Umsetzung. Wir wünschen viel Erfolg!
Übrigens: Der bff hat viele tolle Materialien erarbeitet, ein Blick auf die Homepage lohnt sich: